Helden des Alltags- Teil 2
Helden ohne Grenzen
Ein „Held“ sein, ist ein Ausdruck mit vielen Facetten. Ein Held kennt keine Grenzen. Ohne Einschränkungen setzt er sich für andere ein. Ohne Einschränkungen? Obwohl ihnen ihr eigenes Leben tagtäglich durch ein Handicap erschwert wird und sie ständig an ihr körperliches Limit stoßen, sind diese Menschen wahre Helden- trotz Behinderung.
Körperlich gesund zu sein, ist ein wirklich großes Glück, das man schätzen sollte. Leider wird nicht jedem Menschen dieses Glück zu teil.
So zum Beispiel Lothar Dittrich, der wegen eines Arbeitsunfalls bereits seit 20 Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist. Er erlebt jeden Tag aufs Neue, was es bedeutet, seinen Alltag mit Problemen
zu meistern. Trotzdem bringt der 62jährige die Kraft auf, nicht nur sich selbst, sondern auch Anderen Mut zu machen, sie zu stärken, ihnen ein Vorbild zu sein. Als Leiter des Berliner Sozialcafés „Kreuzpunkt“ zeigt er Obdachlosen und sozial Schwachen, „dass man sich nicht hängen lassen muss“.
Auch Christoph Pisarz unterstützt Menschen, die kurz vor der Verzweiflung sind. Trotz seiner starken Behinderung unterstützt er einen Selbsthilfe Verein und gibt den Teilnehmern durch die Organsiation von Fahrten, Seminaren und Treffen mit Ärzten
Hoffnung und baut sie wieder auf. Obwohl Christoph mit offenem Rücken zur Welt kam und gerade mal 26 Jahre alt ist, engagiert er sich nun für die Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und/oder Hyrdocephalus.
Ein Schlaganfall führt in vielen Fällen zu Lähmungen des Gesichts, Gedächtnisdefiziten oder Sprachstörungen. Dieses Schicksal erleidet André Laqua schon mit 46 Jahren und wird zum Aphasiker. Heute, mit 51 und einer Behinderung,
wäre er selbst pflegebedürftig. Doch sich seinem Schicksal einfach hinzugeben, ist für ihn keine Option. Obwohl ihn seine Sprachschwierigkeiten sehr behindern, kümmert er sich ehrenamtlich um Senioren.
Alle drei beteiligen sich bei der Aktion Berliner Helden,die sich gemeinsam mit den Profis der Freiwilligen- und Ehrenamtsverbänden und der Hilfe von Berliner Unternehmen für ihre Stadt einsetzt.Gerade weil diese Menschen über ihre eigene Situation hinwegsehen und ihnen die Not anderer wichtiger erscheint, zeigen sie durch ihre Hilfe, was „Courage“ bedeutet.
Sie sind Helden- trotz Behinderung.
Quelle: http://www.berliner-helden.com/helden/ein-held-kennt-keine-behinderung/
http://www.jule-schreibt.de/wp-content/uploads/2011/07/Superman.jpg