Filmtipp der Woche – Sex on the Beach
von Simon Forster
+++ Bombastisches Urlaubsfeeling, stimmungsvoller Männerhumor, Partyexzesse und die große Liebe: Zum Lachen unnormal +++
„Sex on the Beach“ ist die englische Antwort auf die legendäre „American Pie“-Reihe, dem ordinären „Old School“-Film („Frank the Tank“) und die revolutionären „Hangover“-Nächte. Der Film schmeckt dabei wie ein Misch-Masch-Cocktail, der zwar durchaus gut runtergeht, aber nicht süchtig macht.
Vier englische Nerds (Simon Bird, James Buckley, Blake Harrison und Joe Thomas) im Teenager-Alter haben nach dem Schulabschluss die Schnauze gestrichen voll. Nichts klappt, alles geht wortwörtlich in die Hose. Da hilft nur eines: Urlaub! Weit weg von der heimischen Insel lässt es die Touristen-Boygroup auf Kreta so richtig krachen. Alkohol, Mädels und jede Menge Pannen…
Aus dem Luxushotel im Internet wird ein heruntergekommener Hotelbunker, aus der gewünschten Partymeile eine triste und leere Dorfdisco. Aber der Film hat noch einiges mehr zu bieten und einige Leckerbissen verrät bereits der Trailer. Und: Wenn alles scheiße läuft, muss man sich den Rest eben schön trinken. Das Motto der „Pussy“-Patrolie: „Party, Saufen, Sonne, Sex, Pussys, Weiber, Strand und unwillkürlicher Spaß…“
Die Briten selbst können sich jedenfalls an ihrem „Sex on the Beach“-Erfrischungskino nicht genug sattsehen: Der Film spielte bislang ein Rekordergebnis von 50 Millionen Euro ein und darf sich damit als erfolgreichste britische Komödie der letzten zehn Jahren feiern lassen. Bleibt nur abzuwarten, ob Rest-Europa einen ähnlichen Humor vorzuweisen hat wie unsere Freunde auf der Nachbarinsel.
Auf jeden Fall bieten die vier frenetischen Jungs eineinhalb Stunden gute Unterhaltung, bei der die Lachmuskeln auf ihre Belastbarkeit getestet werden.
Minuspunkt: Die Story ist nichts Neues und die Handlung vorhersehbar. So ist es letztendlich eine „seichte“ Abendunterhaltung des guten Geschmacks.
Avarty-Tipp: ***
Kinostart: 2.2.2012
